Konfi-Impuls zu Gründonnerstag 29.03.2018 - 1. Korinther 10,16-17 von Andrea Holm

Vorbemerkungen:

Ich gehe davon aus, dass das Thema Abendmahl im Unterricht schon behandelt wurde und gehe deshalb nicht näher darauf ein.

Leib ist für Konfis eine ungewöhnliche Formulierung. Ich habe deshalb anstelle des Wortes „Leib“ das Wort „Körper“ gewählt.

Als ich „… ein Leib“ gelesen habe, ist mir unweigerlich das Bild vom „einen Leib und den vielen Gliedern“ eingefallen (1.Kor.12). Weil wir durch das Abendmahl zu einem Leib werden, werde ich mich an diesem  Bild orientieren. Zur Vorbereitung auf den Predigttext gliedere ich die vorangehende Unterrichtsstunde so:

  1. Ich lege ohne nähere Erklärung ein langes Band auf den Boden. An das eine Ende lege ich einen Zettel auf dem „Wichtig“ steht und ans andere Ende einen mit „Unwichtig“.

Nun verteile ich Kärtchen an die Konfis, auf die ich jeweils ein Körperteil geschrieben habe z.B. Hand, Fuß, Ohr etc. (man braucht mindestens so viele Kärtchen wie Konfis).

Nun muss jede/r das Körperteil vorlesen, das auf dem Zettel steht und eine Eigenschaft nennen, die dieses im Körper hat.

  1. Ich erzähle, dass mir gerade ein Körperteil weh tut, z.B. der Fuß, und dass ich deshalb merke, wie wichtig es für mich ist. Ich stelle mich an das Ende des Bandes, an dem „Wichtig“ steht. Ich fordere die anderen auf, einen Platz für ihr Körperteil auf der „Wichtigkeitsskala“ zu wählen und sich dorthin zu stellen. Das gibt recht schnell ein engagiertes Durcheinander, da jeder sein Körperteil wichtig findet.
  2. Da es meistens zu keiner Einigung kommt, unterbreche ich das Gerangel und stelle eine Frage: „Wie müsste die Aufstellung gestaltet werden, wenn deutlich werden soll, das alle gleich wichtig sind? Ich lese 1. Kor.12, 12-27.

Nur im Kreis sind alle gleich weit weg von der Mitte. Niemand kann sagen: „Ich bin vorne.“ Das leuchtet unmittelbar allen ein. In die Mitte des Kreises lege ich einen Zettel auf dem Jesus Christus steht.

  1. Ich lese jetzt den Predigttext für Gründonnerstag 1.Kor 10,16f und stelle einen Abendmahlskelch und eine Schale mit Brot ebenfalls in die Mitte des Kreises. Durch Wein und Brot sind wir so miteinander verbunden, dass Christus das Zentrum des Körpers ist, der aus den einzelnen Körperteilen gebildet wird.
  2. Bevor wir den Kreis auflösen, mache ich einen Schritt in den Kreis hinein und stelle mich vor die Person, die rechts neben mir im Kreis steht. Ich gebe ihr die Hand mit den Worten „Der Friede Christi sei mit Dir“. Dann mache ich einen Schritt weiter zum nächsten Konfi. Der Konfi, dem ich eben Frieden wünschte, schließt sich mir an und dann der Nächste usw. Es entsteht eine Schlange, die von Person zu Person weiterzieht. So kann jeder jedem Frieden wünschen.
  3. Die Konfis können mit dem Erlebten den Predigtteil gestalten. Bei geeigneter Besucherzahl könnten die Konfis die „Friedensschlange“ mit allen Besuchern nach dem Abendmahl machen.