Konfi-Impuls zu Jeremia 9,22-23 von Christina Hirt

HALLELUJA!

1. Loben und gelobt werden

Menschen loben und möchten gelobt werden. Mit dem Lob drücken wir Anerkennung und Wertschätzung aus. Auch Eigenlob stinkt nicht zwangsläufig. Es zeigt doch, dass jemand eine positive Einstellung zu seinen Fähigkeiten hat.
In der Gruppe erzählen lassen: „Das hast du gut gemacht!“ Wann hast du diesen Satz gehört – in welchem Zusammenhang? Worauf bist du stolz?
Warst du auch schon einmal auf einen anderen Menschen stolz? Was hat er / sie getan?

2. Rühmen und berühmt sein

Ruhm ist gesteigertes Lob. Berühmtheiten stechen aus der Masse heraus.
Im Gespräch sammeln:
Wer ist berühmt? Wofür? Warum ist es erstrebenswert, berühmt zu sein?
Kann man Ruhm und Berühmtheit auch wieder verlieren? Wodurch? Welche negativen Seiten von Berühmtheit kennt ihr?

Spiel im KU:
Ja-Nein-Spiel. Ein Freiwilliger verlässt kurz den Raum. Die anderen überlegen sich den Namen einer Berühmtheit. Dann wird der Freiwillige zurückgeholt und soll durch Fragen erraten, welche berühmte Person sich die anderen ausgedacht haben. Auf die Fragen kann nur mit ja oder nein geantwortet werden.

Aktion für den Gottesdienst:
Die Konfirmanden überlegen sich Beschreibungen zu drei oder vier berühmten Personen (ohne Namensnennung). Im Gottesdienst werden die Personen vorgestellt. Errät die Gemeinde, um wen es sich handelt?
Schön wäre, wenn die Konfis auch erzählen können, was sie an diesen Personen so beeindruckt.

3. Halleluja – Gott rühmen

Ideen zur kreativen Annäherung
Konfis entwerfen eine Erklärung zur Bedeutung des Wortes: „Halleluja“ und lesen sie sich gegenseitig vor. Daran schließt sich eine kurze Info zur Bedeutung von HALLAL in seinen verschiedenen Variationen an. Auf diesem Hintergrund wird Jeremia 9,22-23 gemeinsam gelesen.

Im anschließenden Gespräch klären: Warum ist es besser, dass sich einer für seine Gotteserkenntnis rühmt als für seine eigene Weisheit, Stärke und seinen Reichtum?

((Es kann deutlich werden:

a) Gotteserkenntnis ist in der Bibel niemals ein kühles, objektives Wissen über Gott und die Welt. Gott zu erkennen führt zu einer Lebensführung, die dem Wesen Gottes entspricht und in dem Liebe, Gerechtigkeit und Treue wichtig sind.

b) Gott rühmen bewahrt davor, selbstherrlich zu werden. Wer Gott lobt, weiß, wem er seine Fähigkeiten und Möglichkeiten verdankt.

c) Gott rühmen und anbeten ist ein Element im Gebet und im Gottesdienst, das hilft, ganz von sich wegzusehen, um ganz bei Gott zu sein = Auf Gott stolz sein.

Vertiefung im KU bzw. für den Gottesdienst
Wenn Zeit ist, kann im KU auch die Biographie eines Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden, der mit seinem Leben Gott „berühmt“ gemacht hat, bzw. die sich in beeindruckender Weise für Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit eingesetzt hat.))