"ASKESE – Eine Übung im Christentum" - Predigt über Matthäus 27, 33-50 von Martin M. Penzoldt
27,33

"ASKESE – Eine Übung im Christentum" - Predigt über Matthäus 27, 33-50 von Martin M. Penzoldt

ASKESE – Eine Übung im Christentum
Liebe Gemeinde!
Es ist schwer diese Worte zu hören und zu ertragen. Viele schreckliche Bilder stellen sich ein. Lauter hässliche Töne verstören: Würfel klackern, eine Aufschrift wird gepinselt und nachträglich angenagelt, weitere zwei Kreuze eingerammt, Wein wird mit Galle gemixt, darüber menschliche Stimmen verzerrt von Hohn und Spott: Geschimpfe, Geschacher, Geläster. Und dann sein Gebetsruf und kurz darauf, das Entsetzlichste, der Todesschrei mit lauter Stimme.
Ein Schrei kann auch eine Befreiung sein: nicht mehr an sich halten zu müssen, nicht mehr vor Gott und den Menschen eine Aufgabe zu verantworten, als der
Gesandte, als der tapfere Held, als der Übermensch, nicht mehr zu dienen als Vorbild, sondern ganz in die Kreatürlichkeit zurückzufallen. „Mama, Mama“ hat eine Frau auf dem Krankenlager gewimmert, selbst längst Großmutter, aber am Ende nur noch Kind. „Eli, Eli“ rief Jesus, allen Ehren und Würden entglitten, nur noch Gotteskind. Mit dem Schrei löst sich die Kreatur von allem Selbstbehauptungswillen und ergibt sich. Die Stimme ist nicht mehr artikuliert, sondern „kraxas“ – man müsste pointiert übersetzten: Er stieß einen wilden Schrei aus und verendete. Man kann auch sagen: Er schrie sich die Seele aus dem Leib. Die Passion Jesu ist nicht nur Leiden. Sie war auch gekennzeichnet durch Leidenschaft. Leidenschaft, die aufs Leben zielte und nicht auf den Tod.
Leidenschaft, die selbst der Tod nicht zunichte machen konnte. Gottesleidenschaft. Der Ton des Schreis ist: nie wieder Opfertote, Mord, Hass und Niedertracht. Gott lässt diesen Schrei nicht mehr verstummen.
Der Schrei Jesu am Kreuz ist die einzige Antwort der Christenheit auf das Leid in dieser Welt. Mehr wissen wir nicht zu sagen. Wir wissen aber, was zu
tun ist: sich frei hingeben mit seinem Leben für andere. Von diesem Geheimnis singen unsere Karfreitagslieder. Aber mehr zu sagen wissen wir nicht - als von diesem Schrei des Schmerzes und des Todes.
Auf Golgatha wurden Menschen öffentlich zu Tode gefoltert.Der Hügel war schädelförmig gebildet und hatte daher seinen Namen: Totenkopf, oder wie es in der Bibel heisst: Schädelstätte. Der Kreuzestod war eine extreme Folter: der Verurteilte wurde an die Holzbalken befestigt, indem man zwei Nägel durch die Handgelenke und einen durch die zusammengelegten Fersen trieb. Der Gequälte war zur Bewegungslosigkeit verurteilt bei wachsenden Schmerzen in den brutal durchbohrten Knochen. Dass er auf einem kleinen Pflock in halbsitzender Haltung gehalten wurde, verlängerte nur das Leiden. Der Tod trat durch extreme Erschöpfung ein - oft erst nach vielen Stunden, ja nach Tagen und Nächten. Diese Folter wurde öffentlich zur Schau gestellt, für die "Schaulustigen". Die gäbe es heute auch. Heute wird der Tod eher in Tabuzonen verlegt, und Folterungen gehen in aller Regel hinter verschlossenen Türen und in entlegenen Kellern vor sich. Damals war der Gefolterte den Blicken und erbarmungslosen Reden der Vorbeischlendernden ausgeliefert. Dabei war er völlig nackt. Seine Kleider gehörten schon der Wachmannschaft. Die Kreuzigung war ein Tod der tiefsten Demütigung, ein Tod für Sklaven, für Schwerverbrecher, für Staatsfeinde. Und dass Jesus in der Mitte zwischen zwei solchen Männern gekreuzigt wurde, kennzeichnete ihn als Bandenführer. So starben Leute, bei denen man auf nichts Rücksicht zu nehmen brauchte, auf kein Bürgerrecht, auf kein Menschenrecht, nicht einmal ein "Gastrecht" (E. Spranger).
Matthäus erzählt dies einfach, ohne zu deuten. Auch von dem Trank, den man Jesus anbot, dem Schluck Wein mit Galle vermischt zur Verhöhnung. Von den Schriftkundigen und Gemeindeältesten, die sich durch Jesu Hilflosigkeit bestätigt sehen und triumphieren, weil Jesu Ohnmacht scheinbar eindrücklich widerlegt, wofür er gelebt hat. Dass er ganz auf Gott vertraut hat, auf seine heilsame Nähe, das hatten sie erlebt. Jetzt sollte er sehen, wo sein Gott blieb. Matthäus erzählt dies einfach und auch das letzte Wort des Gekreuzigten:
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen."
Diese Worte sind der Anfang des Psalms 22, den wir eben im Wechsel gesprochen haben. Dieses Gebet mündet zuletzt doch in das Einverständnis mit dem eigenen Geschick und in den Lobpreis Gottes:"Dich will ich preisen in der großen Gemeinde...Es werden gedenken und sich zum Herrn bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden." Hatte Jesus diesen Psalm als Ganzes vor Augen gesprochen und ist in dieser Gewissheit gestorben? Ist Jesus als Erhöhter (Johannes), als der Sieger am Kreuz (victor quia victima) gestorben? Vom Himmel aus betrachtet sicherlich. Vielleicht trifft es diese Formulierung am besten: „Hineingescheitert in Gott“ (H.Zahrnt).
Matthäus erzählt den Hergang einfach, und wir sind gleichzeitig bei unserem Schmerz und unserem Leiden. In den letzten Jahren ist mancher an Sterbebetten und an Gräbern gestanden. Das Jähe und Absolute des Todes ist erschütternd. Auch wo der Tod erwartet wurde, ja wo er von Schmerzen erlöst, bleibt er unbegreiflich. Grauenvoll da, wo er die kleine Hedwig mit sich nahm, ein Kind von einem Jahr, die Tochter meines Freundes. Da steht man da, ohnmächtig und wortlos: die Beatmungsapparate bewegen noch den Körper des kleinen Kindes, als es längst schon gestorben ist. Wir haben ihm seine Taufkerze angezündet, die Kerze mit dem Augustinus "A", denn dort wurde es getauft, sterbenskrank schon, vor der großen Operation, getauft mit den Worten: "Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir."(Jes 60,1) Am Sterbebett haben wir einen Psalm gebetet: "Der Herr ist mein Hirte", und auch Psalm 22 :"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen". Mitten im Gebet kam ein Pfleger herein und bat uns, sofort die Kerze zu löschen, wegen der Brandgefahr. Und Hedwig, sie hatte immer noch die Augen auf. Sie wollten sich nicht schließen. Die Mutter nahm ein wenig Salbe für die Wimpern, und so hielten sie zusammen.
Matthäus erzählt, und wir erzählen unser Leben dazu. Wenige Tage später bekam ich Besuch von einem jungen Mann, der sich einer schwärmerischen Sekte angeschlossen hatte und mit Wundern Gottes dort großtat. Wer recht von Herzen fromm sei, dem helfe Gott auch. Ich versuchte ihn mit der Geschichte der kleinen Hedwig darauf aufmerksam zu machen, dass es uns in unserem Leben nicht immer so ergeht, wie wir glauben. Uns geht es nicht immer gut, auch wenn wir fromm sind. Es sei vielmehr so, wie im Lied (EG 81,5):
"Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, /der Böse lebt, der wider Gott misshandelt..." Der junge Mann beharrte aber darauf, dass Gott unseren Glauben belohnt und argwöhnte, dass die Eltern des Kindes etwas Böses getan haben müssten, so dass ihr Kind zur Strafe, Strafe Gottes, starb.
Liebe Gemeinde! Ich weiß nicht, welche Worte sie bereit haben, wenn sie am Bett eines Toten stehen, und welches Bild von Gott sich ihnen eingeprägt hat, aber der Gott, von dem dieser junge Mann spricht, der ist tot. Gott sei Dank.
Gegen eine solche Frommheit ist das Christentum der blanke Atheismus. Es behauptet nicht den Sinn fremden Leidens zu kennen und darin eine Vergeltungsgerechtigkeit Gottes am Werke zu sehen. Dann müsste das Kreuz Christi die Strafe sein für Gotteslästerung. Das ist aber nicht die in ihm wohnende, die von Gott ins Kreuz hineingelegte Härte. Das wäre eine erklärbare Folge eines falschen Tuns. In der Tatsache aber, dass ein Mensch, von dem wir nur Gutes wissen, das Beste, was ein Mensch dem anderen sein kann, in der Tatsache, dass ein solcher Mensch am Kreuz hängt, steht vielmehr die Nacht einer letzten und undeutbaren Gottesferne vor uns. Hier ist Gott Nicht-Gott. Hier triumphieren der Tod, der Feind, die Nicht-Kirche, der Unrechts-Staat, die Lästerer, die Söldner - hier triumphiert das Böse über Gott. Unser Glaube beginnt genau da, wo die Atheisten meinen, dass er zu Ende sein müsse. Unser Glaube beginnt in jener Härte und Nacht, die die Nacht der Verlassenheit, der Anfechtung und des Zweifels an allem ist, was es gibt: an der ausgleichenden Gerechtigkeit im Leben vor allem.
Wie ein alter Religionslehrer einmal zu seinem skeptischen Schüler sagte: "So viel Atheimus wie du habe ich im kleinen Finger." Unser Glaube wurde dort geboren, wo alle Werte ihn verlassen haben; er musste geboren werden aus dem Nichts, er musste dieses Nichts schmecken und zu schmecken bekommen, wie sich das kein Philosoph des Nihilismus vorstellen kann. Das Kreuz ist das Zeichen unserer objektiven Verlassenheit von allen lebenstragenden Ordnungen, auch von der göttlichen Gerechtigkeit zwischen Tun und Ergehen. „Das Kreuz kann man nicht lieben.“ (August Strobel).
Als Jesus einmal nachdrücklich klarstellte, dass für die Krankheit eines Sohnes nicht die Sünden der Eltern Schuld und Ursache sind, dass überhaupt der Zusammenhang zwischen dem Tun und Ergehen der Menschen nicht durch ein ehernes göttliches Gesetz hergestellt wird, mit dem Gott von Ferne aus die Welt regiert, da wusste er, dass man ihn für einen Gotteslästerer halten werde.
Und er war bereit, für seine Gotteserfahrung, die Erfahrung Gottes als eines liebenden Vaters, für die Erfahrung einer Liebe, die nicht Schmerz noch Leid scheut, bis in den Tod hinunter einzustehen. Und auch selbst zu leiden; freilich, den Tod hat er nicht gesucht, der ist nur ihm aufgenötigte Konsequenz. Am Kreuze ruft er in seiner Verlassenheit nach Gott und stirbt mit einem Schrei.
Dieser Schrei Jesu am Kreuz ist die einzige Antwort der Christenheit auf das Leid in dieser Welt. Mehr wissen wir nicht zu sagen. Wir wissen aber, was zu tun ist: sich frei hingeben mit seinem Leben für andere. Von diesem Geheimnis singen die Karfreitagslieder. Aber mehr zu sagen wissen wir nicht - als von diesem Schrei des Schmerzes und des Todes.
Unsere abendländische Überlieferung kennt einen anderen Tod, den man zur Verdeutlichung heranziehen könnte. Den Tod des Sokrates. Dabei fällt auf: Sokrates ist feiner, edler, vornehmer, mit einem Wort elitär gestorben. Er erweist sich geradezu als ein Meister der Sterbekunst. Voller Gleichmut, ja innerer Gelassenheit trinkt er den Schierlingsbecher. Er sieht von einem anderen Standpunkt sein Todesurteil als rechtmäßig an. Sterbend philosophiert er mit seinen Freunden gelassen über den Tod. Das sind fast übermenschliche Züge.
Matthias Claudius schreibt darüber: "Es ist nicht, als sähe man einen Menschen sterben; man glaubt einen Unsterblichen zu sehen, einen Freund und Vertrauten des Götter, der zu den Wohnungen des Friedens heimkehrt und nur an der Schwelle den Staub abschüttelt, der sich auf ihn gesetzt hatte."
Im Gegensatz dazu wirkt Jesu Sterben gewöhnlich, roh, gemein, mit einem Wort vulgär. Jesus hat Angst vor dem Sterben. Er nimmt den Kelch des Leidens nicht ohne Zagen an wie Sokrates den Schierlingsbecher, sondern er betet im Garten Gethsemane verzagt: "Vater, ist`s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst." Und als es dann soweit ist, stirbt er für sich allein, ohne Gespräch und Geleit, am Ende mit einem Schrei. Aber gerade die Art seines Sterbens macht Jesu Tod zu einem brüderlichen Tod. Jesus ist gestorben wie einer der geringsten Brüder - so wie Menschen sterben: auf Intensivstationen und in Vernichtungslagern, an Hinrichtungsstätten und in Slums, auf der Straße, im Flugzeug, im Pflegebett: einsam, angstvoll, namenslos.
Aber wem hilft Jesu brüderliches Sterben, wenn er selbst vom Tod betroffen ist? Was helfen die Worte der Mitchristen, des Pfarrers, wenn sie dann an das Kreuz erinnern? Nicht viel, wenn das Wort "Kreuz" nicht schon eine eigene Lebenserfahrung geworden ist. Über lange Jahrhunderte hinweg haben Generationen von Menschen an der Passionsgeschichte des NT das: "Nicht wie ich will, sondern wie du willst" buchstabiert und eingeübt. Die Karfreitagslieder sangen von einem Leben, das sich frei hingeben kann mit seinem Leben für andere. Das war das Leitbild der Christen, das Beispiel für Humanität überhaupt: durch die Annahme des eigenen Geschickes wird der Mensch frei, sich fremdem Leid zuzuwenden.
Jahrhundertelang war es lebendiges, tradiertes, lebensbegleitendes Wissen, dass, wer Leiden, Schmerz und Tod „bestehen" will, sich selbst preisgeben, „sein Kreuz auf sich nehmen",  „sich selber kreuzigen"  müsse. Ein Sinn- und Orientierungsmuster, das die Menschen auch in der Situation der Vereinzelung nicht allein ließ, sondern ihnen an die Hand gab, was sie in ihrer Einsamkeit tun sollten.
Dieses Wissen führte zu Werten, die wir mit Worten wie Verzicht, Entsagung, Bescheidung, Sichfügen, Hinnehmen des unabwendbar Widerfahrenden umschreiben können. Diese Werte sind angestaubt. Sie sind Fremdkörper im Verhaltensvorrat unserer wissenschaftlich-technischen Zivilisation: nicht mehr vorgesehen, nicht mehr abgerufen, nicht mehr eingeübt.
Für den "Genuss im Stil der Zeit", "ich bin so frei", "ich möcht' so bleiben wie ich bin", "alles frisch",  also für die aktive, dynamische, kooperationsfreudige und sich selber vermarktende Person, wie sie Stellenanzeigen suchen, für die technologische Mobilmachung und das Gründerfieber, mit dem wir nun zur dritten industriellen Revolution aufbrechen, sind diese Werte entbehrlich, störend, hinderlich.
Was passiert dann aber, wenn die emotionale, immer unruhige und um sich selbst kreisende Bedürftigkeit des Menschen und sein in Wünschen und Empfindlichkeiten verstricktes Leben an der Wurzel getroffen werden von Schmerz, Krankheit, Hinfälligkeit? Schon eine lang gehegte Hoffnung begraben zu müssen, verstrickt uns tief in Enttäuschung und Verbitterung. Was aber erst beim Verlust, Entzug, Ausschluss vom Leben, wenn Krankheit und Schmerz die Welt auf ein enges Krankenzimmer reduzieren und die Teilhabe an ihr sich auf die Geräusche vom Flur und die Zweige und ziehenden Wolken vor dem Fenster beschränken?
Es leuchtet sofort ein, das man dem Schmerz, den man erwartet, weniger hilflos, gefasster, besonnener begegnet als dem, mit dem man nicht gerechnet hat. Ein Leben, das auf den Schmerz gefasst ist, ihn nicht verdrängt, sondern mit seiner Möglichkeit vor Augen lebt, wird eher anfangen, neben der bedrohenden Dimension des Leides auch die Eröffnung aus der eigenen Selbstbefangenheit wahrzunehmen und beginnen, ein Leben einzuüben, das frei ist im Einsatz für andere.
Ein Leben dagegen, das sich völlig unerwartet konfrontiert sieht mit Schmerz, Leiden , Verlust und Tod, das steht in tiefer Gefahr, sich in seinem unverstandenen und unbewältigten Schicksal immer tiefer in Verbitterung, Depression und Verzweiflung zu verstricken. Die Feiern von der Passionszeit bis Karfreitag und Ostern üben die Eröffnung der Selbstbefangenheit ein. Die Eröffnung der Selbstbefangenheit aber ist die Voraussetzung zu allen Werten, die uns zur Erfüllung der Humanität wichtig sind.
Deshalb, so sehr es doch verwundert, ist das Kreuz, ist dieser Jesus von Nazareth, immer noch das Leitbild menschlichen Lebens - statt eines Ideales der Stärke und kraftvollen Lebensfülle. Jesus steht uns als ein Selbstüberwindung, Verzicht und Hingabe lehrendes Leitbild vor Augen: ecce homo. Siehe, der Mensch. So hat ihn Gott gewollt. In ihm, in dem Gekreuzigten, sehen wir die Humanität des Menschen erfüllt. So fährt denn Matthias Claudius nach der Würdigung des Sokrates fort: "Der Abschied des Sokrates aus der Welt war schön und rührend...Aber hier ist mehr als Sokrates. Hier ist die Herrlichkeit Gottes selbst. Lege die Stirn auf die Erde: Ecce homo!"
(Lit. Matthias Claudius, Hans Georg Gadamer, George Steiner zum Verhältnis von Jesus und Sokrates; Henning Kößler, Selbstbefangenheit; Martin Hengel, mors turpissima crucis)