Konfi-Impuls für den letzten Sonntag nach Epiphanias, 2. Mose 3,1-15 von Christina Hirt

Ein Vorstellungsgespräch

Wie heißt du? Wie alt bist du? Woher kommst du? Auf welche Schule gehst du? Was machst du in deiner Freizeit? Wer einen anderen Menschen kennenlernen will, stellt solche Fragen, und erzählt auch selbst etwas zu diesen Themen.

In der Geschichte vom brennenden Dornbusch führt Gott ein Vorstellungsgespräch mit Mose.
Der Text eignet sich hervorragend dazu, mit den Jugendlichen gemeinsam zu forschen:
Wie stelle ich mir Gott vor? Und wie stellt er sich selbst vor?

Vorschläge für eine Bearbeitung im Konfi-Unterricht. Die Ergebnisse können in den Gottesdienst einfließen.

1. Wen ich gerne einmal kennenlernen würde: Jede/r schreibt den Namen einer Person auf einen Zettel, faltet ihn zusammen und übergibt den Zettel an die Pfarrerin. Die liest anschließend die Namen vor. Alle raten mit: wer hat diesen Namen wohl aufgeschrieben? Jede/r zeigt auf eine Person aus der Gruppe. Nach der „Auflösung“, ist es natürlich reizvoll, wenn es noch eine kurze Auskunft darüber gibt, was an dieser Person so fasziniert.

2. Was braucht es, damit du jemand wirklich gut kennenlernen kannst? Im Gespräch werden die Antworten der Konfirmanden auf einzelne Papierstreifen geschrieben.
Beispiele aus unserer Gruppe waren: gegenseitiges Interesse, miteinander reden, sich treffen/ ein Date haben, etwas miteinander machen, Zeit verbringen.

In einem zweiten Schritt die Frage anschließen: Was davon ist möglich, um Gott kennenzulernen?
Damit kann eine gesprächsbereite Gruppe ganz schön in Bewegung kommen!
Die Pfarrerin kann weitere Impulse geben: Wie und wo kann man Gott treffen?
Ich kann im Gebet mit ihm reden, aber redet er auch mit mir?
Gibt es Interessen, die Menschen und Gott teilen? Welche?
Wie gut kennst du Gott? Gibt es Menschen, die ihn sehr gut kennen?
Warum ist es gut, Gott zu kennen? Warum vermeiden es Menschen vielleicht auch, Gott kennenzulernen?

3. Miteinander den Bibeltext lesen und herausfinden: Wie stellt sich Gott vor?
In unserer Gruppe ist der Wechsel vom Engel Gottes in V 2 zu Gott höchstpersönlich V 4 aufgefallen.
Dann die Frage danach, warum Gott im Feuer erscheint. „Feuer hat Macht“, meinte ein Konfirmand. „es ist gefährlich …“ ein anderer. „Aber es ist auch sehr nützlich und gut“.
Interessant fanden die Jugendlichen das Verhalten von Mose. Er ist zuerst neugierig und will herausfinden, was da mit dem Busch los ist. Und dann erschrickt er doch sehr, als er erfährt, wen er da kennenlernt.
Dass Gott Interesse am Ergehen seines Volkes hat, ist aufgefallen. Aber auch, dass das ja zum Krieg führen könnte, wenn er dieses Volk in ein Land führen wird, in dem schon Leute wohnen.
Dass Gott nicht einfach Smalltalk mit Mose führt, war auch noch eine Erkenntnis. Wenn er sich vorstellt, dann hat er auch etwas vor!